25 Psychische Module

Druckansicht

 

Die folgenden 25 Begriffe stellen psychische Eigenschaften, psychische Parameter dar, die das Geschehen in einer Partnerschaft entweder harmonisch gestalten oder aber empfindlich stören. Jeder dieser Parameter kann Konflikte und Partnerschaftskrisen auslösen.

Im folgenden Beispiel stören die Parameter 3, 9, 13 und 19 Partner B. Möglicherweise ist Partner A, von dem diese Störungen ausgehen, völlig ahnungslos. Manchmal jedoch sind sich Partner ihrer störenden Eigenschaften wohl bewusst. In diesem Beispiel empfindet Partner B die von Partner A ausgehenden Störeinflüsse sehr wohl. Sie könnten ihn verstimmen, behindern oder ärgern.

 

 

Im Normalfall stören einige Parameter von A und einige Parameter von B den jeweils anderen Partner.

In folgender Grafik stören, von Partner A ausgehend, die psychischen Module 3, 9, 13 und 19 die Module 3, 5, 6, 9, 17, 19 und 24 des Partners B. Ausgehend von Partner B sehen wir die Module 1, 11 und 12, die Partner A stören, und zwar seine Module 1, 3, 11 und 16.

 

 

Für den Fall, dass einer oder mehrere dieser Parameter in der Partnerschaft stören, sollten die beiden Partner, gemeinsam – oder mit einem Partnerschafts-Designer – das Design ihrer Partnerschaft überarbeiten.

Wenn sie nichts unternehmen um eine wesentliche Veränderung in ihrer Partnerschaft einzuleiten, wird alles nur noch schlimmer.

Diese Eigenschaften – diese Parameter einer Partnerschaft – nennen wir in unserem Sprachgebrauch „Psychische Module“. Es sind Parameter wie Wünsche, Sexualität und Narzissmus. Die Wünsche des einen müssen zu den Wünschen des anderen passen, die Sexualität des einen muss zu der Sexualität des anderen, der Narzissmus des einen muss zu dem Narzissmus des anderen passen.

Nach geglücktem Partnerschafts-Design stellt sich obige Situation folgendermaßen dar:

 

 

Alle von Partner A ausgehenden Störeinflüsse sind hier verschwunden. Desgleichen fallen alle von Partner B ausgehenden Störeinflüsse weg. Weder Partner A noch Partner B ist Störeinflüssen des anderen Partners ausgesetzt.

 

Störeinflüsse sind oft Partnerschafts-spezifisch.

Zwei Beispiele

  1. Alban ist herrschsüchtig, rechthaberisch und egozentrisch. Dies sind narzisstische Eigenschaften, die für die meisten Menschen unerträglich sind. Hier würde wohl jede Partnerin, die Alban trifft, erschreckt das Weite suchen.
  2. In unserem Fallbeispiel “Susi und Rudi” stehen beide Partner stark unter dem Einfluss des Glaubenssatzes “Wir müssen sehr sparsam wirtschaften.” Da sie beide den gleichen Glaubenssatz vertreten, fühlen sie sich in Harmonie mit ihm. Wenn allerdings Rudi oder Susi jeweils einen anderen Partner hätte, der einen solchen Glaubenssatz nicht vertritt, würde ihre Haltung als Geiz empfunden und abgelehnt. Wer dieses Fallbeispiel liest, wird erfahren, dass Rudis und Susis übertriebene Sparsamkeit doch indirekt Spannungen unter ihnen hervorruft. Sie sind beide wohlhabend. Ihre übertriebene Sparsamkeit führt indirekt zu Reibungen unter ihnen, denn sie müssen vieles entbehren, was sie sich spielend leisten könnten. Die negativen Wirkungen dieser Sparsamkeit sind ihnen beiden nicht bewusst. Gleichwohl engen sie ihre Beziehung ein.

Was lernen wir aus diesen Beispielen?

Die psychischen Module des einen Partners müssen zu den psychischen Modulen des anderen passen, genauso wie die Module eines Baukastensystems zu einander passen.

Deswegen ist es auch für Menschen, die nicht in einer Partnerschaft leben, interessant, sich mit den psychischen Modulen zu befassen, die wir hier aufzeigen. Wenn es zum Beispiel um das psychische Modul „Narzissmus“ geht, kann sich jeder die Fragen stellen: „Wie würde ein Partner die Wirkung meines persönlichen Narzissmus erleben? Wäre meine Art von Narzissmus angenehm für einen Partner?“

↑ nach oben